Frühjahrsputz für den Körper

Schon unsere Großeltern wussten, dass nach dem langen Winter ein Frühjahrsputz für den Körper sinnvoll sein kann. Im Winter haben wir oft weniger Bewegung und wenig Sonnenlicht. Außerdem ist das Essen oft deftiger und gehaltvoller. Im Frühling sehen wir die Sonne wieder mehr. Wir können auch wieder mehr essbare Wildkräuter im März finden. Vogelmiere, Brennnessel und co. laden langsam wieder zum Pflücken ein. Das ist eine gute Zeit, um den Körper bei der Entgiftung zu unterstützen.

Auch Bewegung und frische Lebensmittel helfen dem Körper dabei, Giftstoffe auszuscheiden. Und natürlich ist es bei einer Frühjahrskur sinnvoll viel Wasser und Kräutertee zu trinken.

Essbare Wildkräuter im März

Für den Frühjahrsputz für den Körper eignen sich frische Wildkräuter.

Wilde Kräuter zum essen, was gilt es zu beachten? - Hier mehr erfahren!

Das Frühjahr ist der Startschuss für die Pflanzen nach dem Winter wieder zu erwachen. Schon im März könnt ihr die ersten Wildpflanzen finden. Im April geht es dann richtig los und überall blüht und dufetet es. Hier stellen wir euch einie Wildkräuter vor, die ihr als Frühjahrskur verwenden könnt um im März schon findet. Wer im April weiter machen möchte, die Welt der essbaren Wildpflanzen zu entdecken, findet hier Infos: Wildkräuter im April.

Die hier genannten Heilpflanzen haben gemeinsam, dass sie dabei helfen den Körper von Giftstoffen zu befreien. Sie wirken harntreibend und entzündungshemmend.  Außerdem regen sie die Lymphe an und sie sind voll mit wichtigen Nährstoffen. Beim Wildkräuter sammeln ist natürlich wichtig, dass ihr die Pflanzen genau kennt. Wir finden ein Wildkräuter Bestimmungsbuch dabei sehr hilfreich. Es hilft vor allem am Anfang beim essbare Wildkräuter bestimmen. Mit der Zeit bekommt man dann einen Blick für die Wildpflanzen. Diese beiden Bücher sind sehr empfehlenswert: Essbare Wildpflanzen oder Die 12 wichtigsten essbaren Wildpflanzen.

Wildkräuter im März – Die Vogelmiere

Frühjahrsputz für den Körper mit der Vogelmiere
Verbreitet sich wie Unkraut – ist aber sehr gesund. Die Vogelmiere mit ihren spitzen und eiförmigen Blättern

Die Vogelmiere zeigt ihre kleinen weißen Blüten oft schon kurz nachdem der letzte Schnee getaut ist. Sie enthält Eisen, die Vitamine A, B und C, Selen, Calcium und viele weitere gesunde Nährstoffe. Finden könnt ihr die Vogelmiere an Ufern, in Gärten und auf Äckern. Ihr könnt das ganze Kraut verwenden. Die Vogelmiere eignet sich zur Zubereitung von Tees oder als Zutat für einen leckeren Wildkräutersalat.

Wildkräuter im März – Die Brennnessel

Wildkräuter im März - hier die Brennessel als Heilpflanze
Mehr als ein Unkraut – die Brennnessel ist voll mit gesunden Nährstoffen

Die Brennnessel ist allgemein bekannt. Sie ist reich an Kalium, Magnesium und Eisen. Dazu enthält sie die Vitamine A,C und E und viele sekundäre Pflanzenstoffe.

Noch mehr Ideen um sich natürlich und einfach gesund zu halten:

Immunsystem unterstützen mit Kneipp & co.

Die Brennessel, eines der wertvollen Wildkräuter im März - Hier mehr erfahren!

Für unseren Frühjahrsputz für den Körper trinken wir gerne Brennnesseltee. Für eine Entgiftungskur könnt ihr 4 Wochen lang täglich zwei Tassen Brennnesseltee trinken. Brennnesseltee selbst gemacht – so gehts: Ihr nehmt einen Esslöffel frische Brennnesselblätter. Diese übergießt ihr mit kochendem Wasser und lasst sie 10 Minuten ziehen. Fertig ist ein gesunder Tee.

Weil die Brennnessel auch entwässernd wirkt, solltet ihr während der Kur ausreichend frisches Wasser trinken. Bei Nierenleiden oder anderen Vorerkrankungen bitte erst mit dem Arzt sprechen. Die Heilpflanze kann fast das ganze Jahr hindurch gesammelt werden. Mehr zur Heilpflanze Brennnessel erfahrt ihr in unserem Artikel „Die Brennnessel“.

Wildkräuter im März – Der Spitzwegerich

Spitzwegerich ist eines der essbaren Wildkräuter im März
Spitzwegerich ist, wie sein Bruder der Breitwegerich voll mit gesunden Nährstoffen

Es gibt aber noch mehr essbare Wildkräuter im März. Auch den Spitzwegerich könnt ihr ab März finden. Bis in den Spätherbst hinein könnt ihr den Spitzwegerich auf Wiesen und Feldern sammeln. Die Heilpflanze wirkt antibakteriell, entwässernd, blutreinigend und blutdrucksenkend. Der Spitzwegerich enthält Schleimstoffe, Kieselsäure und Gerbstoffe. Außerdem ist er reich an Vitamin C. Wir benutzen gerne die Blätter. Die Blüten und Wurzeln sind aber auch essbar. Die Blätter sind spitz und wachsen zu mehreren aus der Erde. Auffällig sind die senkrecht verlaufenden Linien auf den Blättern. Wir geben die Blätter gerne in einen Wildkräuter Salat (hier findet ihr ein Rezept).

Wildkräuter im März – der Löwenzahn

Wildkräuter im April - hier der Löwenzahn
Greta weiß instinktiv von der Heilwirkung des Löwenzahns – da müssen wir auf unsere Vorräte aufpassen…

Ab Mitte März könnt ihr dann eine weitere heimische Heilpflanze entdecken. Der Löwenzahn eignet sich ebenfalls super für den Frühjahrsputz für den Körper.

Der Löwenzahn, eines der wertvollen Wildkräuter im April - Hier mehr erfahren!

Auch der Löwenzahn kann bis in den Herbst hinein genutzt werden. Er wirkt blutzuckerregulierend und entgiftend. In Blättern und Blüten findet man die Vitamine A, C und E. Auch Mineralstoffe, wie Eisen, Calcium und Magnesium sind im Löwenzahn enthalten. Die gelben Blüten und die gezackten Blätter kennt wohl jeder noch aus Kindheitstagen. Auf Wiesen, an Waldrändern und auch im eigenen Garten kann man die robuste Heilpflanze finden. Blüten und Blätter sind sehr lecker im Wildkräutersalat. Auch als Zutat für leckere Smoothies verwenden wird die Heilpflanze Löwenzahn sehr gerne.


Wilde Kräuter zum essen – allgemeine Infos

Alle Heilpflanzen haben gemeinsam, dass sie voll sind mit Vitaminen und Mineralstoffen. Wir machen gerne eine Kur mit selbstgemachten Brennnesseltee, wenn der Frühling beginnt. Alle anderen Wildpflanzen sind den Frühling und Sommer über fast täglich bei uns auf dem Speiseplan.

Auch viele andere Anwendungsmöglichkeiten bieten die wilden Kräuter. Wir verwenden sie als Heilpflanzen für unsere Naturapotheke, für Kosmetik und sogar als Dünger für unseren Gemüsegarten (siehe Brennnesseljauche selber herstellen). Mehr tolle Ideen zur Anwendung und Verarbeitung von Wildkräutern findet ihr auch in dem e-book „Wie Du die grüne Pflanzenpower in Dein Leben bekommst, so dass Du Dich innerlich stärker fühlst und nach außen sichtbar strahlst„.

Wichtig ist, dass ihr wilde Kräuter zum essen nur in einiger Entfernung von gedüngten Feldern sammelt. Auch direkt am Wegrand, wo Hunde markieren könnten, sammeln wir nicht. Ihr solltet niemals einen Bestand ganz abernten. Auch Insekten und Vögel nutzen Wildpflanzen als Nahrungsmittel. Wenn man ein paar Dinge beachtet, sind Wildpflanzen ein tolles regionales und nachhaltiges Nahrungsmittel. Und das auch noch ganz umsonst. Essbare Wildkräuter bestimmen und verwenden ist sehr wertvoll und macht auch viel Spaß.

Sport und Bewegung wichtig beim Frühjahrsputz für den Körper

Sport und Bewegung ist natürlich immer wichtig. Unser Körper ist nicht für langes Sitzen gemacht und braucht ein gewisses Maß an gesunder Bewegung. Beim Frühjahrsputz für den Körper hat hier das Lymphsystem eine wichtige Rolle.

Das Lymphsystem hat eine zentrale Funktion bei der Körperentgiftung. Es besteht aus Lymphgefäßen und Lymphknoten. Es hat die Aufgabe unseren Körper von Giftstoffen, Bakterien und anderen Fremdstoffen zu reinigen. Damit das Lymphsystem reibungslos funktionieren kann, ist es auf gesunde Bewegung angewiesen. Nur durch das Bewegen des Körpers, also der Muskeln und Atemorgane, wird das Lymphsystem am Laufen gehalten. In sitzender und liegender Ruheposition bewegt sich die Lymphe so gut wie nicht. Dadurch findet kein ausreichender Abtransport der Giftstoffe statt.

Frühjahrsputz für den Körper - Bewegung an der frischen Luft
Es muss ja nicht immer gleich eine Bergtour sein. Auch ein 30 minütiger Spaziergang wirkt förderlich auf die Gesundheit

Durch Sport und Bewegung können wir also unserem Lymphsystem helfen, schädliche Stoffe effektiver auszuscheiden. Wichtig ist dabei, dass die gesunde Bewegung regelmäßig stattfindet. Deshalb solltet ihr etwas findet, was euch auch Spaß macht. Sport und Bewegung wie Spazieren, Joggen oder Trampolin springen sind gut. Hauptsache aber ihr seid in Bewegung. Und das am besten täglich. Trampolin springen gilt als besonders wirkungsvolle Sportart, um das Lymphsystem anzuregen. Dabei reichen schon ein paar Minuten tägliches leichtes Training. Hier findet ihr einige Indoor Trampoline.

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Damit der Frühjahrsputz für den Körper optimal gelingt – ausreichend trinken

Um Giftstoffe loszuwerden, braucht der Körper gesundes Wasser. Es gilt also vor allem beim Frühjahrsputz für den Körper ausreichend trinken! Die optimale Trinkmenge ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. 1,5-2 Liter sollten es für Erwachsene aber schon sein. Der Körper kann es besser verarbeiten, wenn es über den Tag verteilt getrunken wird.

Wichtig ist, dass das Wasser gesund ist und nicht mit Schadstoffen belastet ist. Plastikflaschen solltet ihr deshalb auf jeden Fall vermeiden. Sie geben viele schädliche Stoffe ins Wasser ab. Das gilt besonders, wenn die Flaschen in der Sonne stehen. Wir trinken am liebsten Leitungswasser. Aufgrund der vielen Umweltgifte, die nur zum Teil rausgefiltert werden können, haben wir einen Trinkwasserfilter am Wasserhahn. Er filtert Pestizide, Schwermetalle und Mikroplastik aus dem Wasser heraus.

Falls ein Trinkwasserfilter für euch in Frage kommt, ist es wichtig sich vorher eingehend zu informieren. Es gibt dabei einiges zu beachten und auch viele unzureichende Filter auf dem Markt. Zum Beispiel die Pflege und Reinhaltung des Wasserfilters ist wichtig um sich nicht mehr zu schaden als zu es Nutzen hat. Wir empflehen euch dieses übersichtliche e-book Der Wasserfilter-Doc.

Gilt immer, aber beim Frühjahrsputz für den Körper besonders – Schadstoffe meiden

Unser Körper ist heute vielen Belastungen ausgesetzt. Pestizide in der Nahrung und in der Luft, Autoabgase, Schwermetalle etc. Die Initiative „Ackergifte- nein danke!“ hat bundesweit die Pestizidbelastung in der Luft gemessen. Das Ergebnis: Ackergifte sind quasi überall. Die ganze Studie „Pestizidbelastung in der Luft“ findet ihr hier.

Es ist also gar nicht möglich, Schadstoffen komplett aus dem Weg zu gehen. Umso wichtiger finden wir es, dass unsere Nahrung und unser Wasser gesund und nicht noch zusätzlich belastet sind. Selbst angebautes Gemüse und Lebensmittel aus dem Biomarkt sind deutlich weniger belastet, als konventionelle Nahrung.

Wenn ihr durch eine Frühjahrskur Schadstoffe loswerden wollt, solltet ihr darauf achten, möglichst wenig neue Belastungen aufzunehmen. Tierische Produkte solltet ihr in dieser Zeit möglichst meiden. Stattdessen sollte viel frisches Obst und Gemüse in Bioqualität auf dem Speiseplan stehen. Ideen und Tipps zu einer Ernährung ohne tierische Produkte findet ihr in unserem Artikel vegane Lebensweise. Es ist sowohl als grundsätzliche Ernährungsform anwendbar oder eben also Frühjahrskur um den Köper eine gewisse Zeit zu entlasten.

Vegane Ernährung als Frühjahrskur - Hier mehr erfahren!

Auch auf Industriezucker und Alkohol sollte beim Entgiften möglichst verzichtet werden. In Kombination mit viel Bewegung an der frischen Luft, leckeren Wildkräutern und der ersten Frühlingssonne, sollte der Frühjahrsputz für den Körper gelingen. Ihr könnt so die Wintermüdigkeit gut überwinden. Wenn die ersten essbare kleinen Wildpflanzen im März gesammelt sind, leitet der April endgültig den Frühling ein. Überall wächst und blüht es um die Wette und es fällt immer leichter mehr und mehr Wildkräuter zu finden. Hier findet ihr mehr zu Wildkräuter im April.

Wildkräuter im April - Hier mehr erfahren!

Wir möchten darauf hinweisen, dass wir nur unsere eigenen Erfahrungen wiedergeben. Wir sind keine Ärzte oder Heilpraktiker. Bei Vorerkrankungen oder Schwangerschaft, oder, wenn ihr unsicher seid, raten wir zu Rücksprache mit eurem Arzt.

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