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Unser Körper hat immer mehr mit Schadstoffen zu kämpfen. Es gibt mittlerweile unzählige gesundheitsschädliche Stoffe, die uns im Alltag begegnen. Meistens merken wir direkt recht wenig davon. Mit der Zeit können sie unsere Gesundheit aber ziemlich beeinträchtigen. Viele davon reichern sich im Körper an und somit spüren wir die Auswirkung erst nach Jahren. Wir möchten euch hier einige dieser gesundheitsschädlichen Stoffe vorstellen und was man tun kann seinen Körper positiv zu unterstützen.

Wir haben in den letzten Jahren immer wieder Gebrauchsgegenstände aussortiert. Diese haben wir dann durch weniger schädliche Alternativen ersetzt. So sind mittlerweile Teflon Pfannen, Plastikflaschen, Reinigungsmittel und vieles anderes aus unserem Haus verschwunden. Es ist erschreckend zu sehen, wie viele gesundheitsschädliche Stoffe täglich mit unserer Haut und unseren Lebensmitteln in Berührung kommen. Wir haben versucht ökologische Alternativen zu finden. Die Ergebnisse unserer Suche möchten wir mit euch teilen.

Welche gesundheitsschädlichen Stoffe begegnen uns im Alltag?

Das „Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft“ hat zusammen mit dem Umweltinstitut München eine Studie durchgeführt. Hierbei wurde in ganz Deutschland die Luft auf Pestizide untersucht. Die Studie hat gezeigt, dass Ackergifte überall in unserer Luft zu finden sind. Sie bleiben nicht auf den Ackern. Sie steigen mit Feinstaub in die Höhe. Durch den Wind werden sie in alle Richtungen verteilt.

Aber auch bei vielen Gegenständen des täglichen Gebrauchs vermutet man nicht immer eine Schadstoffbelastung. Bei Tests auf Flourchemikalien hatten laut einer Studie des Umweltbundesamtes mehr als 20% der untersuchten Kinder erhöhte Werte im Blut. Die Chemikalie findet man in Pfannenbeschichtungen, Regenbekleidung und auch in Lebensmittelverpackungen. Sie ist stark gesundheitsschädlich.

Das sind nur zwei Beispiele. Die Liste über gesundheitsschädliche Stoffe könnte noch sehr lange fortgeführt werden. Unser Körper hat täglich mit vielen Belastungen zu kämpfen. Viele Giftstoffe können wir kaum vermeiden. Umso wichtiger ist es, unseren Körper vor unnötigen Belastungen zu schützen.

Plastik – enthält eine ganze Liste an gesundheitsschädlichen Stoffen

Plastik ist aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Es ist leicht, praktisch und vielseitig verwendbar. Es birgt aber auch so einige Gefahren für die Gesundheit. Die chemischen Stoffe im Plastik können auf unser Hormonsystem wirken. Die WHO bringt hormonaktive Substanzen, wie sie auch in Plastik zu finden sind, mit vielen Erkrankungen in Verbindung. Dazu gehören verschiedene Krebsarten, Unfruchtbarkeit, Diabetes, reduzierte Spermienzahl, Fettleibigkeit und viele weitere Krankheiten. Über Trinkwasser und Lebensmittel gelangen Umwelthormone in unseren Körper. Wir können sie aber auch über die Haut und über die Atmung aufnehmen.

Wenn wir Plastik verwenden nutzen wir solches ohne Weichmacher. Wir vermeiden in jedem Fall Einwegplastikflaschen. Auch Kaffee to go Becher benutzen wir nicht. Wenn ihr Plastikflaschen benutzt, solltet ihr sie keiner Hitze aussetzen. Durch Sonneneinstrahlung und Wärme lösen sich mehr gesundheitsschädliche Stoffe. Auch durch Fett können sich die Weichmacher lösen. So können sie auf Lebensmittel übergehen. Wir versuchen auf Plastik soweit es geht zu verzichten. Die Weichmacher sind nicht die einzigen problematischen Stoffe im Plastik.

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Im Zweifel hilft es auch an Produkten zu riechen. Wenn sie auffällig nach Chemie oder nach Duftstoffen riechen, lassen wir lieber die Finger davon. Dann kann man davon ausgehen, dass sie auch flüchtige Schadstoffe an die Umgebung abgeben.

Plastik im Haushalt
Im Bad ist Plastik oft allgegenwärtig – es gibt aber auch ökologische Alternativen

Umwelthormone

Umwelthormone finden sich aber nicht nur in Plastik. Sie sind auch in vielen anderen Dingen zu finden, die wir täglich benutzen. Sie finden sich auch in Kassenbons aus Thermopapier, Kosmetik, Konservendosen und vielen anderen Gegenständen.

Umwelthormone können ähnliche Strukturen haben, wie unsere körpereigenen Hormone. Dadurch können sie in unserem Körper den Platz der eigenen Hormone einnehmen. Das hat dann negative Auswirkungen auf unser körpereigenes Hormonsystem. Zu diesem Thema können wir die Arte Dokumentation „Verlieren wir den Verstand?“ empfehlen. Hier wird u.a. aufgezeigt, wie die Schilddrüse auf Umwelthormone reagiert. Es wird erklärt, wie das den Körper aus dem Gleichgewicht bringt. Mit Folgen für die eigene Gesundheit. Mit Folgen aber auch für die Gesundheit nachfolgender Generationen.

Besonders ungünstig wirken diese hormonaktive Substanzen bei Schwangeren, Stillenden und Heranwachsenden. In der Dokumentation „Verlieren wir den Verstand?“ wird von Wissenschaftlern ein Zusammenhang vermutet zwischen Umwelthormonen und einer Intelligenzabnahme in den Industrieländern. Auch AHDS, Autismus und viele weitere Störungen des kindlichen Gehirns werden mit diesen Stoffen in Verbindung gebracht.

Pestizide in der Nahrung – gesundheitsschädliche Stoffe

In Deutschland wird im europäischen Vergleich mit am Wenigsten des monatlichen Budgets für Lebensmittel ausgegeben. Billig scheint hier besonders wichtig zu sein. Das geht aber auf Kosten von Umwelt und Gesundheit.


Es gibt bei Pestiziden zwar Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen. Das führt aber oft dazu, dass ganze Pestizidcocktails auf der Nahrung landen. So sind einzelne Grenzwerte eingehalten. Es kann aber keiner so genau sagen, wie diese Cocktails in Wechselwirkung zueinander stehen. Die Pestizidcocktails wirken unter anderem schädigend auf die Darmbakterien.

gesundheittschädliche Stoffe
In der konventionellen Landwirtschaft werden unzählige Pestizide eingesetzt

Wer Pestizide in Lebensmitteln vermeiden möchte sollte zu Bioprodukten greifen. Beim Biolandbau sind Pestizide verboten. Ökologisch erzeugte Produkte enthalten außerdem deutlich weniger Zusatzstoffe. Dazu gehören Farbstoffe oder Aromen. Eine Ernährung mit Bio-Lebensmitteln bedeutet deutlich weniger gesundheitsschädliche Stoffe für den Körper.

Wer etwas Platz auf dem Balkon oder im Garten hat, kann natürlich auch einige Lebensmittel selbst anbauen. Aber auch in einer kleinen Wohnung können auf der Fensterbank Kräuter und etwas Gemüse wachsen. Wahre Nährstoffbomben bieten auch Sprossen. Sie benötigen kaum Platz und sind sehr lecker und gesund.

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Wenn ihr etwas gegen Pestizide in unserer Luft unternehmen möchte, könnt ihr das „Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft“ unterstützen. Die Kampagne setzt sich für den Verbot von Pestiziden und für eine Pestizidsteuer ein.

Aluminium – neurotoxisches Element

Vor einigen Jahren kam Aluminium als Zusatz von Deodorant in die Kritik. Heute gibt es viele Deomarken, die damit werben, aluminiumfrei zu sein. Im Alltag ist Aluminium trotzdem noch allgegenwärtig. Man findet es in Geschirr, Flaschen, Getränkebehältern und vielem anderen. Besonders durch Säure können schädliche Aluminiumverbindungen gelöst werden. Auch in vielen Medikamenten findet sich Aluminium. In der Dokumentation „Die Akte Aluminium“ wird der Stoff unter anderem mit Alzheimer und Konzentrationsstörungen in Verbindung gebracht. Wir meiden Aluminium nicht nur bei Deodorant, sondern auch beim Kontakt mit Lebensmitteln.

Wie kann ich meinen Körper unterstützen, um gesundheitsschädliche Stoffe auszuleiten?

Wir wissen, dass wir gesundheitsschädliche Stoffe nicht komplett vermeiden können. Deshalb ist es uns wichtig, unseren Körper zu unterstützen. Durch gesunde und frische Ernährung können wir unserem Körper helfen, mit Belastungen besser umzugehen. Außerdem können wir ihn so unterstützen, Umweltgifte besser wieder loszuwerden. Wir verzichten auf industriell hergestelltes Essen. Das ist oft voll mit Zusatzstoffen und meist in Plastik verpackt. Stattdessen essen wir viel frisches Obst und Gemüse, Kräuter und Hülsenfrüchte.

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Immunsystem stärken im Winter

Im Sommer sammeln wir gerne Wildpflanzen. Die Brennnessel und der Löwenzahn sind zwei Wildpflanzen, die man leicht finden kann. Sie unterstützen den Körper bei der Entgiftung. Unter unserer Rubrik „Wildpflanzen“ könnt ihr mehr über die tollen Energiespender aus der Natur erfahren.

Auch Kurkuma und Ingwer können dem Körper dabei helfen, Giftstoffe auszuleiten. Und natürlich ist es wichtig, dass der Körper ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist.

Wir trinken außerdem immer wieder kurweise für 1-2 Wochen abends ein Glas Heilerde. Heilerde soll dem Körper helfen, Giftstoffe zu binden und auszuscheiden. Wir trinken die Heilerde ca. 1 Stunde, nachdem wir gegessen haben. Auch Algen sollen hilfreich dabei sein, Giftstoffe zu binden und auszuscheiden. Außerdem sind sie voll mit Nährstoffen. Wir verwenden Chlorella und Spirulina Algen. Die bekommt ihr im Bioladen oder auch online.

Auch Bewegung ist wichtig, um den Körper bei der Ausleitung von Schadstoffen zu unterstützen. Dabei sollte jeder das machen, was ihm Spaß macht. Hauptsache ist, dass ihr in Bewegung seid. So wird der Stoffwechsel angeregt. Dadurch können Schadstoffe effektiver aus dem Körper geleitet werden.

Unter unserer Rubrik „Naturapotheke“ findet ihr mehr Tipps, wie ihr eurern Körper unterstützen könnt.

Der BUND hat eine App entwickelt. Sie nennt sich „ToxFox“. Diese hilft dabei, Kosmetikartikel und Kinderspielzeug auf hormonaktive Substanzen zu überprüfen.

Was kann man überhaupt noch kaufen?

Wir achten beim Kauf von Lebensmitteln darauf, dass sie hoher Qualität entspricht und somit möglichst wenig gesundheitsschädliche Stoffe enthält. Mindestens das EU-Bio Zertifikat sollten Nahrungsmittel haben. Darin sind die grundlegensten Richtlinien festgelegt um die Pestizidwut etwas einzudemmen. Noch höherwertiger sind Bio-Siegel wie Demeter, Bioland und Naturland. Diese stellen strengere Anforderungen an ihre Produzenten. Auch bei Kauf von Kleidung, Kosmetik und Gebrauchsgegenständen greifen wir auf ökologisch hergestellte Produkte zurück.

So hoffen wir, dass wir die Schadstoffbelastung für unseren Körper so gering, wie möglich halten können. In unseren nächsten Artikeln möchten wir euch einige Alternativen vorstellen. Für Bad, Küche und für unterwegs haben wir gesündere Produkte gefunden. Diese sind in der Regel teurer, als herkömmliche Produkte. Oft sind sie aber auch langlebiger. Und man kann auch mit Hausmitteln Kosmetik oder Putzmittel umweltfreundlich und kostengünstig ersetzen. Bespielsweise verwenden wir als Putzmittel meist unseren selbst hergestellten Essigreiniger oder stellen unsere Zahnpasta selbst her. Mehr Ideen, herkömmliche schadstoffbelatstete Produkte zu ersetzten, findet ihr unter unserer Rubrik Selber machen.

Selber machen - Hier mehr Ideen!

Wir möchten darauf hinweisen, dass unser Artikel lediglich der Information dient. Bei Unsicherheiten bezüglich Nahrungsergänzung ist sicherlich der Arzt oder Heilpraktiker ein guter Ansprechpartner. Auch bei gesundheitlichen Problemen empfehlen wir dort Rat einzuholen.

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