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Auf Wanderungen oder im Urlaub werden wir auch vielen Schadstoffen ausgesetzt. Vorallem im Outdoorbereich begegnen uns Giftstoffe, die wir dann unbewusst in die Natur tragen. Auch hier wollen wir Schadstoffe so gut es geht meiden. Es sind oft kleine Änderungen, die aber große Auswirkungen haben. In diesem Artikel berichten wir euch, was sich bei uns alles geändert hat, wenn wir unterwegs sind.

Wir erzählen, wie ihr bei Trinkflaschen, Kleidung und co. mit einem besseren Gefühl unterwegs sein könnt. All das schont die Gesundheit und hilft dabei, Schadstoffe von unserer Umwelt fernzuhalten. Weiteres Hintergrundwissen zu den Schadstoffen findet ihr in unserem Artikel Gesundheitsschädliche Stoffe im Alltag vermeiden.

Gesundheitsschädliche Stoffe im Alltag meiden - so gehts!

Trinkflaschen

Plastikflaschen sind praktisch. Sie sind leicht und robust. Scheinbar ideal für unterwegs. Sie geben aber gesundheitsschädliche Stoffe ab. Besonders bei Wärme können die Schadstoffe aus dem Plastik aufs Trinkwasser übergehen. Mal ganz davon abgesehen, dass das ganze Plastik eine enorme Umweltbelastung darstellt.

Am liebsten nehmen wir eine Flasche mit Leitungswasser von zu Hause mit. Das schont die Umwelt. Wir denken auch, dass das für unsere Gesundheit am besten ist. Wenn wir unterwegs Wasser kaufen müssen, kaufen wir keine Plastikflaschen. Glasflaschen sind vielleicht weniger praktisch. Das nehmen wir für unsere Gesundheit aber gerne in Kauf.

Wir benutzen seit einiger Zeit Kupferflaschen. Auch diese sind leicht zu transportieren. Außerdem sind sie sehr robust. Man sollte sie natürlich pfleglich behandeln. Dann kann man sie sehr lange verwenden. Außerdem halten sie unser Wasser lange erfrischend kühl. Es wird empfohlen, die Kupferflasche nur für stilles Wasser zu verwenden. Sie kann nicht in der Spülmaschine gereinigt werden. Wir spülen sie einfach mit klarem Wasser aus. Unsere Kupferflaschen sind von Forest&Love. Wir nutzen sie schon seit über einem Jahr. Bis auf leichte Gebrauchsspuren sehen sie noch fast wie neu aus.

Außerdem benutzen wir Trinkflaschen aus Glas. Zugegeben, sie sind etwas schwerer, als Plastik- oder Kupferflaschen. Außerdem gehen sie natürlich leichter kaputt. Bei Wanderungen stecken wir die Flaschen einfach in eine dicke Socke. So sind sie gegen Stöße gut geschützt. Es gibt auch Glasflaschen mit Baumwollhülle.

Auch Edelstahlflaschen können eine Alternative sein, wenn ihr Schadstoffe meiden möchtet. Sie sind ebenfalls langlebig. Außerdem können sie gut recycelt werden. Damit sie nicht rosten wird meist Nickel zugesetzt. Wer allergisch gegen Nickel ist, sollte darauf vielleicht achten.

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Kaffeebecher

Wir verzichten auf to-go Becher. Wir finden, dass Kaffee am besten schmeckt, wenn man gemütlich im Café oder auf dem Sofa sitzt. Vor einigen Jahren wurden Bambusbecher als ökologische Alternative angepriesen. Sie bestehen aber hauptsächlich aus Harzen. Der Bambus ist nur Füllstoff. Die Stiftung Warentest hat die Becher untersucht. Sie haben festgestellt, dass sich aus diesen Bechern Schadstoffe lösen, z.B. Formaldehyd. Hier hilft auch die Spülmaschine nicht. Nach mehrmaliger Benutzung wurden teilweise noch höhere Schadstoffwerte gemessen.

Kaffee ohne to-go
So schmeckt Kaffee am besten

Einmalbecher produzieren unnötige Müllberge. Sie sind meist mit einer Plastikbeschichtung verstärkt. Wir finden Heißgetränke in Plastik gesundheitlich sehr bedenklich. Deshalb verzichten wir lieber darauf. Ein to-go Becher aus Keramik oder Edelstahl könnte hier eine gute Alternative sein.

Babyflaschen

Auch bei Babyflaschen finden wir, dass Glas oder Edelstahl eine deutlich bessere Alternative ist. Kunststoffflaschen sind oft aus Polycarbonat hergestellt. Davon können hormonähnliche Substanzen in die Milch übergehen. Ihr möchtet mehr Infos zu hormonähnlichen Substanzen? Die findet ihr in unserem Artikel „Gesundheitsschädliche Stoffe im Alltag meiden„.

Babys sind besonders empfindlich, was Schadstoffe angeht. Es gibt schöne Glasflaschen mit Baumwollhüllen. Dadurch gehen sie nicht so leicht kaputt. Sie sind natürlich etwas schwerer, als Plastikflaschen. Wir würden Sauger aus Naturkautschuk verwenden. Es ist reißfest, haltbar und aus natürlichem Material. Auch hier kommt es natürlich darauf an, wie es verarbeitet wurde. Wir würden für ein solches Produkt auf jeden Fall auf Bioware zurückgreifen. Auch bei Beißringen, Schnullern, Kuscheltieren und anderem empfehlen wir, sehr genau hinzuschauen.

Brotdosen – lieber ohne Schadstoffe

Auch Brotdosen aus Plastik scheinen zunächst mal ziemlich praktisch. Hier können sich aber ebenfalls Schadstoffe lösen. Besonders bei fettigen oder warmen Lebensmitteln können sich Weichmacher oder Mikroplastik lösen. Mit der Zeit können die Dosen porös werden. Dann können noch mehr Schadstoffe auf die Lebensmittel übergehen.


Im Biomarkt gibt es mittlerweile Plastikdosen aus Zuckerrohr oder anderen natürlichen Stoffen. Diese sind zumindest gesundheitlich weniger bedenklich. Die Frage ist, ob es ökologisch sinnvoll ist, Lebensmittel und Ackerfläche zur Herstellung von Bioplastik zu verwenden. Wir haben eine Plastikdose aus Zuckerrohr. Sie ist langlebig und praktisch. Bei der nächsten Anschaffung wird es aber wahrscheinlich trotzdem eine Brotdose aus Glas oder Edelstahl. Wir nutzen auch gerne Schraubgläser, in denen Lebensmittel, wie Kokosöl zu kaufen sind. Wenn sie leer sind, spülen wir sie aus. Dann benutzen sie zur Aufbewahrung von anderen Lebensmitteln.

Auch bei Brotdosen kann Edelstahl eine gute Alternative zu Plastik sein. Es ist leicht und robust. Man kann auch Glasdosen mit Deckel aus BPA-freiem Plastik kaufen. Oder auch mit Glasdeckel, z.B. von Waschbär. Manche kann man ohne Deckel direkt als Auflaufform benutzen. Auch diese Dosen sind sehr robust.

Kleidung – viele Schadstoffe für Mensch und Umwelt

Auch unsere Kleidung ist mittlerweile vorne mit dabei, wenn es um Schadstoffe geht. So ist Baumwolle oft stark mit Pestiziden behandelt. Das schadet den Menschen, die unsere Kleidung herstellen. Für uns als Verbraucher ist es auch nicht gut.

Außerdem sind viele der Färbemittel für T-Shirts, Jeans und co. stark gesundheitsschädlich. Die Schadstoffe sind auch nicht mit einem Mal Waschen beseitigt. Einige dieser Stoffe können sich in unserem Gewebe anreichern. Mit der Zeit können sie uns krank machen. Einige Chemikalien, die in der Textilindustrie benutzt werden, können außerdem auf unser Hormonsystem wirken. So könnten sie unter anderem unsere Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Auch belastet das Färben Menschen und Natur in den Herstellerländern sehr stark. Es geht ja nicht nur um unsere eigene Gesundheit.

In sogenannter „Funktionskleidung“ findet sich viel synthetisches Material. Regenbekleidung wird meist mit Flourchemikalien behandelt. Das macht sie besonders wasserabweisend. Auch andere „Outdoorkleidung“ ist mit gesundheitsschädlichen Stoffen belastet. Sie soll schließlich besonders wind- und wetterfest sein. Dafür wird sie aber auch stark behandelt. Einige der Stoffe, die für Outdoorkleidung verwendet werden, stehen im Verdacht, Krebs auszulösen. Auch hier gibt es Bedenken, dass die eingesetzten Stoffe, die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können.

Wenn wir die Kleidung draussen bei Wind und Wetter tragen, können die Schadstoffe auch in die Natur gelangen. Und über Umwege finden wir sie in unserem Trinkwasser wieder. Auch beim Waschen in der Waschmaschine werden Schadstoffe freigesetzt.

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Outdoor - Schadstoffe meiden
Auch in abgelegenen Gegenden finden sich Schadstoffe aus unserer Kleidung wieder – und Schaden dort der Umwelt

Es gibt nur für wenige Chemikalien aus der Textilindustrie Grenzwerte. Da hilft es uns als Verbrauchern nur, uns genau zu informieren, um Schadstoffe so gut es geht zu vermeiden.

Für den Sport oder die Wanderung tut es, unserer Meinung nach, auch ein altes Baumwollshirt. Das riecht auch weniger unangenehm, als die synthetische Sportbekleidung, die heute so angeboten wird.

Den Preis für billige Mode zahlen wir am Ende auch mit unserer Gesundheit. Es gibt mittlerweile einige Shops, die modische und ökologische Kleidung anbieten. Wir finden, dass die Kleidung vom Waschbär Shop gut verarbeitet ist.

Bei Outdoorbekleidung ist für uns Vaude ein Vorreiter. Das gilt zum einen für Nachhaltigkeit. Sie sind aber auch dabei, wenn es gilt, besonders schädliche Chemikalien nicht mehr zu verwenden. Ein Ökolabel ist Vaude nicht. Sie haben aber u.a. das Greenpeace Detox commitment unterschrieben. Beim Imprägnieren verzichten sie auf die besonders schädlichen Flourchemikalien. Für uns sind sie daher eine gute Alternative, wenn doch mal regenfeste Kleidung benötigt wird. Wir denken auch, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt. Deshalb unterstützen wir gerne Labels, die ehrlich und kontinuierlich an Umweltverträglichkeit arbeiten.

Billige Mode – nicht nur ein Thema der eigenen Gesundheit

Wir finden, dass bei Kleidung, wie in vielen anderen Bereichen, Qualität vor Quantität geht. Man braucht ja nicht für jedes Outfit noch 3 Paar passende Schuhe. Und mit der alten Jogginghose kommt man den Berg genauso hoch, wie mit der Multifunktions-Outdoorhose. Bio Bekleidung ist deutlich teurer, als fast fashion. Das aber nur auf den ersten Blick. Den Preis muss ja jemand zahlen. Und das ist erstmal die Näherin in Bangladesh. Sie kann von ihrer Arbeit ihre Existenz kaum sichern. Alles, was wir tun, fällt aber auch auf uns selbst zurück. Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, dem können wir das Buch „Todschick – Edle Labels, billige Mode – unmenschlich produziert“ empfehlen. Hier geht es hauptsächlich darum, welches Leid billige Mode in den Produktionsländern anrichtet. Das Buch zeigt, dass man nicht nur auf den Preis schauen sollte. Auch teure Mode wird oft unter schlechten Bedingungen produziert.

Schuhe

Auch bei Schuhen werden viele verschiedene Chemikalien eingesetzt. So wird z.B. Chrom verwendet, um Leder zu gerben. Dieser Stoff kann u.a. Allergien auslösen. Die Arbeiter, die in Billiglohnländern die Schuhe gerben, tragen oft Lungenschäden davon. Auch die Umwelt in diesen Ländern leidet sehr. Die Giftstoffe gelangen ins Grundwasser. So machen sie Mensch und Tier in der Umgebung krank.

Schadstoffe meiden - barfuss
Am liebsten ohne Schuhe – das ist aber in unseren Breiten nicht immer möglich

Im Jahr 2013 fand Ökotest in 6 von 10 Babyschuhen Chrom. Viele weitere giftige Stoffe findet man in Lederschuhen. Aber auch in Plastiksandalen, Flip Flops und anderem Schuhwerk. Bei Schuhen aus Kunststoff gilt, wenn sie bedenklich riechen, besser die Finger davon lassen. Wir verzichten mittlerweile generell auf Plastiklatschen. Was kann man denn dann noch an die Füße lassen? Wir kaufen unsere Schuhe gerne bei Ethletic. Für die Schuhe wird Biobaumwolle und Naturkautschuk verarbeitet. Außerdem haben sie das Fair Trade Siegel. Damit wird u.a. garantiert, dass die Arbeiter existenzsichernde Löhne erhalten.

Unser Fazit zu Schadstoffe meiden für unterwegs

Wie bei allem ist für uns auch für unterwegs wichtig, dass wir möglichst schadstofffreie Materialien verwenden. 100%ig kann man das natürlich nie garantieren. Auch etwas, das nach Naturprodukt aussieht, kann je nach Verarbeitung mit Schadstoffen belastet sein. Bei Bio Anbietern haben wir zumindest ein gutes Gefühl, dass der Hersteller alles tut, um unsere Natur und unsere Gesundheit nicht zu belasten.

Bei Kleidung lohnt ein Blick auf folgende Siegel: Global organic textile standard (GOTS), Oeko-Tex Made in green und Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft. GOTS scheint zur Zeit das am meisten verbreitete Siegel zu sein. Alle drei gelten als streng bezüglich ihrer Qualitätskontrollen.

Weitere Ideen Schadstoffe zu meiden

In unseren Artikelreihe zu Schadstoffen findet ihr noch weitere Ideen um die Schadstoffe mehr und mehr aus euerem Leben zu entfernen. So verhelft ihr euch zu einem vitaleren und gesünderem Leben. Außerdem könnt ihr damit der Umwelt viel Gutes tun und unsere wunderschöne Natur schützen.

Hier findet ihr Tipps und Tricks rund ums Bad. Dazu zählen Kosmetik, Shampoo und Cremes genauso wie Putzmittel.

Gesundheitsschädliche Stoffe im Bad vermeinden - so gehts!

Eine Übersicht über die bekanntesten und am weitesten verbreitesten Schadstoffe und wie sie im Alltag vermieden werden können findet ihr hier:

Gesundheitsschädliche Stoffe im Alltag meiden - so gehts!

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