Wildkräuter im April
  • Beitrags-Kategorie:Wildpflanzen

In unserem Artikel „Frühjahrsputz für den Körper“ haben wir einige Wildkräuter vorgestellt, die ihr ab März sammeln könnt. In diesem Artikel geht es nun um Wildkräuter im April. Wildpflanzen sind voll mit Vitaminen und Mineralstoffen. Sie beinhalten dazu noch sekundäre Pflanzenstoffe, Bitterstoffe und Enzyme. Gemüse aus dem Supermarkt wird oft an den Geschmack der Verbraucher angepasst. So werden z.B. gesunde Bitterstoffe weggezüchtet. Im Vergleich dazu haben Wildkräuter noch sehr viele gesunde Inhaltsstoffe.

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel eure Nahrungsmittel.“

Hippokrates

Ihr solltet wilde Kräuter zum essen aber immer abseits von gedüngten Feldern und vielbefahrenen Straßen sammeln. Dann habt ihr ein natürliches und hochwertiges Lebensmittel ohne große Schadstoffbelastung.

Wilde Kräuter zum essen, was gilt es zu beachten? - Hier mehr erfahren!

Wildkräuter im April – eine Übersicht

  • Spitzwegerich
  • Gänseblümchen
  • Brennnessel
  • Löwenzahn
  • Giersch
  • Lungenkraut
  • Vogelmiere
  • Taubnessel

Sammelt bitte immer nur Wildkräuter, die ihr eindeutig bestimmen könnt. Manche essbare Wildkräuter können mit giftigen Pflanzen verwechselt werden. Wir haben deshalb immer ein Bestimmungsbuch dabei. Diese beiden Bücher können wir sehr empfehlen: Die 12 wichtigsten essbaren Wildpflanzen, Essbare Wildpflanzen.

Wer sicher gehen möchte, dass er nichts verwechselt kann auf das Buch „essbare Wildkräuter und ihre giftigen Doppelgänger“ zurückgreifen. Tolle Ideen zur Anwendung und Verarbeitung von Wildkräutern findet ihr außerdem in dem e-book Wie Du die grüne Pflanzenpower in Dein Leben bekommst:

Eine gute Einführung in die Welt der Wildkräuter bieten diese Bücher:

Die wichtigsten essbaren Wildpflanzen

Viele Wildkräuter können über das ganze Jahr gesammelt werden. Den Startschuss gibt meist der Frühling. In dieser Zeit sind die Blätter sehr zart und frisch. Es kommen Blüten hinzu und über das Jahr verteilt dann auch der Samen. Hier stellen wir euch Wildkräuter vor, die im April sehr gut gesammelt werden können.

Spitzwegerich – wilde Kräuter im April

Spitzwegerich Mückenstiche
Der Saft des Spitzwegerichs lindet den Juckreiz bei Mückenstichen

Ab Ende März/Anfang April könnt ihr die Blätter des Spitzwegerichs sammeln. Er wächst auf Weiden, Äckern und ebenso am Feld- und Wegrand. Erkennen könnt ihr den Spitzwegerich an den lanzettförmigen Blättern. Sie haben sehr deutlich erkennbare Längsnerven.

Wir nutzen das essbare Wildkraut Spitzwegerich gerne klein gehackt im Salat. Im grünen Smoothie verwenden wir die Blätter außerdem auch sehr gerne.

Spitzwegerich bei Husten hat Tradition und wird deshalb auch wieder mehr und mehr als sanfte Medizin verwendet. Es gibt hier zum Beispiel einen sehr guten Spitzwegerich Hustensaft. Außerdem hilft die Wildpflanze bei Entzündungen im Mundraum. Die Schleimstoffe des Spitzwegerichs bilden einen schützenden Film für die Schleimhaut im Hals und Rachen. Dadurch wird Reizungen der Rachenschleimhaut und Bronchien entgegegewirkt. Auch Spitzwegerichtee hat diese Wirkung. Für den Tee einfach einige getrocknete Blätter mit heißem Wasser übergießen. Das Ganze 10 Minuten ziehen lassen und dann abseien.

Bärlauch als Pesto selber und haltbar machen:

Bärlauch – leckeres Pesto ganz schnell selber machen

Weitere gesunde Nährstoffbomben aus der Natur:

Die Brennnessel – viel mehr, als ein “Unkraut”

Spitzwegerich Mückenstiche -äußerlich angewendet kann er auf Insektenstiche aufgetragen werden. Auch bei kleinen Wunden benutzen wir ihn gerne. Bei Stichen und Wunden reiben wir dazu einfach ein paar Blätter in unseren Händen. Den austretenden Saft tragen wir auf die betroffene Stelle auf. Das wiederholen wir dann mehrmals am Tag.

Gänseblümchen – erste Blüten nach dem Winter

Das Gänseblümchen eines der Wildkräuter im April
Klein aber voller Nährstoffe

Gänseblümchen findet man vor allem auf Wiesen und am Wegrand. Die kleine Pflanze mit den weißen Blüten ist sicherlich jedem bekannt.

Gänseblümchen sollen bei Erkältungen und auch bei Magenbeschwerden Linderung verschaffen.

Gänseblümchenblüten geben wir gerne in unseren Wildkräutersalat. Die getrockneten Blüten nutzen wir als Tee oder als Mundspülung. Einfach eine Hand voll Gänseblümchen mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Das Ganze kann entweder als Tee getrunken werden oder abgekühlt als Mundspülung verwendet werden.


Brennnessel – essbare Wildpflanze

Brennnessel Blüte
Ab August zeigt die Brennnessel ihre Blüte

Die Brennnessel ist sicherlich allgemein bekannt. Die meisten von uns haben schon Bekanntschaft mit ihren Brennhaaren gemacht. Sie wächst je nach Standort zu einer Größe von 40-200 cm. Wildkräuter im April sind aber noch etwas kleiner. Sie wächst an Waldrändern auf Brachflächen in der Nähe von Gewässern und oft auch im heimischen Garten.

Die Brennnessel wirkt entgiftend und eignet sich deshalb für einen Frühjahrsputz für den Körper. Sie soll entzündungshemmende und krebsvorbeugende Eigenschaften besitzen.

Die Brennessel, eines der wertvollen Wildkräuter im April - Hier mehr erfahren!

Wir nutzen sie gerne getrocknet für Brennnesseltee. Auch als Brennnesselspinat verwenden wir sie gerne. Mehr über diese tolle Heilpflanze erfahrt ihr in unserem Artikel „Die Brennnessel“. Dort findet ihr auch das Rezept für diesen leckeren Brennnesselspinat.

Löwenzahn – Heilpflanze aus der Natur

Der Löwenzahn mit seiner gelben Blüte und den gezackten Blättern ist sicherlich allgemein bekannt. Den Löwenzahn könnt ihr auf Wiesen, Äckern, am Waldrand und meist auch im eigenen Garten finden.

Gelbe Blüte des Löwenzahn makro
Der Löwenzahn ist durch seine auffällige Blüte und später die Pusteblume bekannt

Auch der Löwenzahn wirkt entgiftend. Er ist außerdem antibakteriell und entzündungshemmend.

Wir nutzen Löwenzahnblätter und –blüten ebenfalls gerne für unseren Wildkräutersalat. Auch in Smoothies verwenden wir die Heilpflanze gerne. Wie viele Wildkräuter im April könnt ihr den Löwenzahn auch äußerlich verwenden. Wir tragen den Pflanzensaft aus dem Stängel auf Wunden und Insektenstiche auf. Er unterstützt die Wundheilung und lindert den Juckreiz. Mehr zu Löwenzahn – Heilpflanze mit vielen Nährstoffen findet ihr hier:

Der Löwenzahn, eines der wertvollen Wildkräuter im April - Hier mehr erfahren!

Bärlauch als Pesto selber und haltbar machen:

Bärlauch – leckeres Pesto ganz schnell selber machen

Weitere gesunde Helfer von Mutter Natur:

Die Hagebutte – ein heimisches Superfood

Giersch – Wilde Kräuter zum Essen

Wildkräuter im April -Giersch
Meist findet man vom Giersch ganze Felder

Der Giersch hat dreiteilige Blätter. Die einzelnen Blätter haben eine lanzettartige Form. Die Blattränder sind gezähnt. Der Querschnitt des Blattstiels ist dreieckig. Giersch sammeln könnt ihr unter Hecken, in lichten Wäldern und am Waldrand. Giersch wuchert oft wie Unkraut. Meist findet man ganze Flächen voll mit Giersch.

Giersch regt die Verdauung an. Er wirkt entwässernd, harntreibend und entzündungshemmend. Er eignet sich gut für einen Frühjahrsputz für den Körper.

Wir nutzen Giersch gerne im Wildkräutersalat und im grünen Smoothie. Ähnlich, wie bei der Brennnessel könnt ihr auch einen Wildkräuterspinat mit Giersch machen. Das Rezept findet ihr in unserem Artikel „Die Brennnessel“. Die Zubereitung ist bei Giersch und bei Brennnessel gleich. Wie alle essbaren Wildkräuter bietet Girsch eine große Palette an wertvollen Nährstoffen und ist so dem Spinat aus dem Supermarkt überlegen.

Lungenkraut – Wildkräuter im April

Lungenkraut Blütezeit im April
Das Lungenkraut blüht zwischen März und Mai

Das Lungenkraut ist eines der kleineren Wildkräuter im April. Es wird 20-30 cm hoch. Die Blätter und Stängel sind behaart. Schon ab Ende März hat das Lungenkraut kleine Blüten in verschiedenen Farben. Sie sind rot, violett oder auch blau. Die Blüten sind trichterförmig. Die Blätter sind je nach Sorte lanzettartig bis oval. Die kleine Wildpflanze wächst in Laubwäldern, an Waldrändern und auf Wiesen.

Die Blätter können für Lungenkraut Tee verwendet werden. Lungenkraut soll bei Husten und Halsschmerzen Linderung verschaffen. Die wertvollen Inhaltstoffe der Wildpflanze lösen den Schleim und lindern den Hustenreiz. Für die Atemwege ist es direkt nach dem Winter mit Heizungsluft und weniger Bewegung genau das Richtige. Deshalb wird es mittlerweile auch vielen hilfreichen Nahrungsergänzungsmitteln beigegeben.

Wildkräuter im April

Auch im Salat, Kräuterquark oder im Wildkräuterspinat verwenden wir das Lungenkraut gerne.

Vogelmiere

Vogelmiere - Wildkräuter im April
Verbreitet sich wie Unkraut – ist aber sehr gesund. Die Vogelmiere mit ihren spitzen und eiförmigen Blättern

Auch die Vogelmiere ist ebenfalls eines der kleineren Wildkräuter im April. Sie wächst meist ca. 20 cm hoch. Sie hat kleine hellgrüne Blätter. Diese sind eiförmig. Die grünen Kelchblätter unter der weißen Blüte sind behaart. Die kleinen Blüten sehen aus wie Sterne. Die Vogelmiere findet ihr auf feuchten Wiesen, am Waldrand und auch an Wegrändern. Oft findet ihr ebenso die Vogelmiere im Garten.

Die Vogelmiere wirkt entzündungshemmend und verdauungsfördernd. Sie besitzt sehr viel Vitamin C, welches nach einem langen Winter den Körper wieder in Schwung bringt.

Vogelmiere essen wir zu Wildkräutersalaten. Auch im Wildkräuterspinat und außerdem als Garnitur für eine leckere Gemüsepfanne verwenden wir die kleine Wildpflanze sehr gerne.

Taubnessel – Wildkräuter im April

Wildkräuter im April - Taubnessel
Die Taubnessel

Die Taubnessel sieht der Brennnessel sehr ähnlich. Sie hat aber keine Brennhaare. Ab April hat sie gelbe, weiße oder violette Blüten. Diese sind trichterförmig. Die Taubnessel wächst am Waldrand, in Laub – und Mischwäldern.

Die Taubnessel wirkt entzündungshemmend und außerdem auch antibakteriell. Außerdem ist sie harntreibend und verdauungsfördernd. Sie eignet sich ebenfalls gut für einen Frühjahrsputz für den Körper.

Die jungen Blätter und Blüten verwenden wir im Wildkräutersalat und in grünen Smoothies. Die Blätter sind eher herb, aber die Blüten schmecken leicht süß. Daher können sie auch ein Frühstücksmüsli bereichern.

Wildkräuter im April – was ist zu beachten?

Wenn ihr Wildkräuter sammelt, solltet ihr immer daran denken, dass sie auch Insekten und anderen Tieren als Nahrung dienen. Deshalb sollte nie ein ganzer Bestand abgeerntet werden.

Wilde Kräuter zum essen, was gilt es zu beachten? - Hier mehr erfahren!

Die meisten der Wildkräuter im April könnt ihr bis in den Herbst hinein sammeln. Blüten und später Samen der meisten essbaren Wildkräuter können ebenfalls verzehrt werden.

Bitte achtet darauf, dass in Schwangerschaft, Stillzeit und bei Vorerkrankungen einige Wildkräuter unter Umständen nicht geeignet sind. Im Zweifel sollte immer erst Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker getroffen werden.

Wir sind keine Mediziner oder Ernährungsberater. Wir geben nur unsere Erfahrungen weiter und möchten gerne leckere Rezepte mit euch teilen.

Schreibe einen Kommentar

2 + fünf =