Zahnpasta selbst herstellen
  • Beitrags-Kategorie:Selber machen

Wir möchten hier ein einfaches und schnelles Rezept vorstellen zum Zahnpasta selbst herstellen. Normale Zahnpastas enthalten oft ungünstige Zusastzstoffe. Dagegen wartet Mutter Natur mit wertvollen und einfachen Möglichkeiten auf, die Zähne und den Mundraum gesund zu halten. Diese möchten wir euch hier vorstellen. Außerdem haben wir ein paar Tipps für nachhaltige Zahnbürsten.

Warum Zahnpasta selbst herstellen?

Zahnpasta selbst herstellen um Plastik zu vermeiden

Bist du auf der Suche nach Ideen, zum Plastik vermeiden? Weißt du manchmal gar nicht, wo du anfangen sollst? Plastik ist allgegenwärtig. Es tut weder der Umwelt gut, noch unserer Gesundheit. Gerade bei der Körperpflege gibt es bisher noch viel zu viele Produkte, die in Plastik verpackt sind. So auch die Zahnpasta aus dem Regal der Drogerien oder Supermarktketten.

Zahnpasta selbst herstellen bietet also eine ideale Chance den eigenen Plastikkonsum einzuschränken. Selber machen ist grundsätzlich eine tolle Möglichkeit den Verpackungsmüll einzuschränken und so der Umwelt etwas Gutes zu tun. Mehr Ideen dazu findet ihr unter unserer Rubrik Selber machen.

Zahnpasta selbst herstellen um ungesunde Zusatzstoffe zu vermeiden

Herkömmliche Zahnpasta hat oft eine lange Liste an Inhaltsstoffen. Nicht alle davon sind langfristig gut für die Gesundheit. Einige Zahncremes enthalten Aluminium. Dieses Metall war vor einigen Jahren stark in die Kritik geraten. Dabei ging es vor allem um Aluminium als Zusatz in Deodorants. In der Zahncreme wird es als Polier- und Reinigungsmittel eingesetzt. Besonders in aufhellenden Zahncremes soll Aluminium sehr häufig vorkommen. Aluminium steht im Verdacht toxisch zu wirken. Das betrifft u.a. das Gehirn und die Knochen.

Auch den Süßstoff Aspartam findet man in vielen herkömmlichen Zahncremes. Bei Zahncreme findet ihr ihn manchmal auch unter dem Namen „Phenylalanin“. Durch den Zusatz soll die Zahnpasta besser schmecken. Aspartam wird aber ebenfalls mit vielen Krankheiten in Verbindung gebracht.

Die Liste an Zusatzstoffen, die man lieber vermeiden sollte, ist bei herkömmlichen Zahncremes leider sehr lang. Es würde den Rahmen sprengen, hier alle Zusatzstoffe aufzulisten.

Zahnpasta selbst herstellen hat also zum einen den Vorteil, dass wir weniger Plastik verwenden. Zum anderen können wir so auf gesundheitsschädliche Stoffe verzichten. Beim Zahnpasta selbst herstellen kannst du entscheiden, was auf die Zahnbürste kommt. Wir nutzen nur natürliche Inhaltsstoffe für unsere Zahnpasta.

Bärlauch als Pesto selber und haltbar machen:

Bärlauch – leckeres Pesto ganz schnell selber machen

Rezept Zahnpasta selbst herstellen (vegan)

Für das Grundrezept brauchst du nur wenige Dinge. Nach Geschmack kannst du dann noch andere Zusätze untermischen. Am besten ist es, wenn die Zutaten Bio-Qualität haben.

Das Kokosöl erwärmst du im Warmwasserbad. Wenn es flüssig ist, gibst du Natron und Kurkuma hinzu. Das Ganze vermengst du mit einer Gabel.

Zahnpasta selbst herstellen
Damit du die Zutaten gut vermischen kannst, solltest du das Kokosöl im Warmwasserbad flüssig werden lassen

Je nach Umgebungstemperatur ist die Zahnpasta relativ hart. Wir entnehmen immer ein kleines Stück mit einem Löffel. Im Mund wird die Zahnpasta schnell flüssig. Dann kann das Zähneputzen losgehen. Die fertige Zahnpasta bewahren wir in einem Schraubglas auf. Dieses solltet ihr vor der Verwendung mit heißem Wasser sterilisieren.

Die Zahnpasta ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sie schäumt nicht. Außerdem schmeckt sie nicht so erfrischend, wie gekaufte Zahnpasta. Ja nach Geschmack könnt ihr weitere Zutaten hinzugeben, wie z.B.:

  • Einige Tropfen Pfefferminz- oder Salbeiöl oder Lavendelöl (Achtung: bei Schwangerschaft, während dem Stillen und bei kleinen Kindern lieber keine ätherischen Öle verwenden)
  • 1 Teelöffel Heilerde

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Was bewirken die Inhaltsstoffe in der selbstgemachten Zahnpasta?

Beim Zahnpasta selbst herstellen, könnt ihr ganz nach euren eigenen Bedürfnissen die Zutaten zusammenstellen. Hier ist ein Überblick über die Wirkung der verschiedenen Inhaltsstoffe.

Zahnpflege nachhaltig und gesund - dann strahlen die Zähne
Wenn noch etwas Kokosöl übrig ist, könnt ihr damit auch die Zähne von eurem Hund zum Strahlen bringen

Kokosöl wirkt antibakteriell. Es soll Parodontose vorbeugen. Kokosöl wirkt außerdem entzündungshemmend. Deshalb kann es bei Zahnfleischentzündungen Linderung verschaffen.

Natron hat eine schleifende Wirkung. Es entfernt Verschmutzungen und hellt die Zähne auf. Ihr solltet aber nicht zu viel davon verwenden. Sonst kommt es zu Schäden am Zahnschmelz durch zu starken Abrieb.

Kurkuma kann die Zähne aufhellen. Ihr solltet die Zähne aber nach dem Putzen gut mit klarem Wasser ausspülen. Es regt die Durchblutung des Zahnfleischs an. Dadurch kann es Zahnfleischentzündungen vorbeugen. Außerdem wirkt es antibakteriell und neutralisiert Mundgeruch.

Pfefferminzöl wirkt antibakteriell. Es hinterlässt einen frischen Geschmack im Mund.

Salbeiöl wirkt ebenfalls antibakteriell. Außerdem unterstützt es die Wundheilung. Bei entzündetem Zahnfleisch kann das Salbeiöl Linderung verschaffen.

Bärlauch als Pesto selber und haltbar machen:

Bärlauch – leckeres Pesto ganz schnell selber machen

Lavendelöl wirkt durchblutungsfördernd. Ebenso, wie das Salbeiöl kann es die Wundheilung hemmen.

Heilerde enthält viele Mineralien. Sie stärkt den Zahnschmelz. Heilerde hat eine antiseptische Wirkung. Sie kann also Bakterien abtöten. Durch die Heilerde werden Ablagerungen auf den Zähnen schonend entfernt.

Natron und Heilerde helfen dabei Verschmutzung zu entfernen. Es reicht deshalb aus, wenn ihr nur eine von beiden Zutaten hinzufügt.

Zahnpasta selbst herstellen - die wertvollen Zutaten Krukuma und Kokosöl
Bei selbstgemachter Zahnpasta entscheidet ihr selbst, was auf die Zahnbürste kommt

Was sollte ich beachten beim Zahnpasta selbst herstellen?

Herkömmliche Zahnpasta enthält in der Regel Fluorid. Zum Thema „Fluorid“ gibt es geteilte Meinungen. Eine Seite hält es für unbedingt notwendig für die Zahnpflege. Die andere Seite hält es für gesundheitsschädlich. Wir sind da keine Experten. Deshalb möchten wir keine Empfehlung aussprechen.

Wir nutzen gerne gekaufte und selbstgemachte Zahnpasta im Wechsel. Für uns ist in jedem Fall wichtig, dass die gekaufte Zahnpasta Bio-Qualität hat. Unsere Zahnpasta enthält kein Fluorid. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

Außerdem solltet ihr euch bei der Verwendung von Natron immer genau an die Dosierung halten. Sonst kann es zu einem verstärkten Abrieb der Zähne kommen. Auch bei ätherischen Ölen solltet ihr vorsichtig sein mit der Dosierung. Zu viel von diesen kann die Mundschleimhaut reizen.

Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt sind ohnehin sinnvoll. Bei selbstgemachter Zahnpasta habt ihr durch die Kontrollen außerdem die Gewissheit, dass sie für euch für die Zahnpflege geeignet sind. So könnt ihr z.B. herausfinden, ob ihr zu viel Abrieb am Zahnschmelz habt. Das kann übrigens auch bei herkömmlicher Zahnpasta passieren. Auch diese enthält in der Regel Putzkörper, welche den Zahnschmelz angreifen können. Wir sind keine Ärzte, wir geben nur unsere eigenen Erfahrungen weiter.

Weiter nachhaltige Ideen für die Mundpflege

Nachhalttige Mundpflege mit Miswak Zweigen oder Bio Zahnbürste von Yaweco
Mittlerweile gibt es zum Glück viele Möglichkeiten, auf Schadstoffe zu verzichten und Plastikmüll zu verringern

Nachhaltige Zahnbürsten und -cremes

Zahnbürstenköpfe sollten alle 3-4 Monate gewechselt werden. Spätestens aber, wenn die Borsten ausgefranst sind. Bei uns ist das meist schon nach einem Monat. Wenn man dann jedes Mal eine neue Zahnbürste kauft, ist das alles andere als nachhaltig.

Zum Glück gibt es viele ökologische Alternativen. Im Biomarkt, aber auch in der Drogerie, bekommt ihr Zahnbürsten mit Wechselkopf. So produziert ihr deutlich weniger Müll. Die Zahnbürsten aus dem Biomarkt haben den Vorteil, dass sie sie auf Schadstoffe geprüft sind. Unsere Zahnbürste ist von Yaweco. Sie ist frei von Weichmachern, Schwermetallen, Bisphenolen etc. Wir finden das sehr wichtig. Schließlich haben wir die Zahnbürste zweimal täglich im Mund. Bei teamvegan.de findet ihr außerdem Zahnbürsten Bambus.

Auch bei Zwischenraumbürsten und Zahnseide gibt es mittlerweile im Biomarkt oder online nachhaltige Alternativen. Als Alternative zum Zahnpasta selber machen gibt es auch einige gute Zahncremes in Bio Qualität. Auch diese findet ihr sowohl online, als auch im Biomarkt oder in der Drogerie. Bei Natur.com findet ihr z.B. eine große Auswahl an Bio-Zahncremes.

Miswak Zweige

Wir haben vor kurzem Miswak Zweige ausprobiert. Sie waren als Probe bei einer Bestellung bei einem Bio-Versand dabei. Die Zweige sind von einem Baum, der vor allem in Afrika und Vorderasien wächst. Damit sind natürlich die Transportwege alles andere als nachhaltig. Leider sind sie auch noch oft in Plastik verpackt. Der Miswak ist aber 100% natürlich. Du kannst ihn auf dem Kompost entsorgen.

Der Miswak wirkt antibakteriell. Er enthält viele Nährstoffe. Darunter sind unter anderem Saponine. Diese hemmen Karies und reinigen die Zähne sehr sanft. Außerdem wirkt der Miswak entzündungshemmend und beruhigend auf das Zahnfleisch. Der Miswak enthält außerdem natürliche Fluoride. Diese kräftigen den Zahnschmelz.

Ölziehen

Eine weitere Möglichkeit, die Zähne nachhaltig (und günstig) zu pflegen ist Ölziehen. Dafür nehmt ihr ein kaltgepresstes Pflanzenöl. Am besten hat es Bioqualität. Gut geeignet sind z.B. Kokosöl, Sonnenblumenöl oder Leinöl. Wir machen das gerne morgens direkt nach dem Aufstehen. Ölziehen reinigt Zahnfleisch und Zähne von Bakterien und Schadstoffen. Es soll entgiftend wirken. Außerdem wirkt es sich positiv auf Zahnfleisch und Zähne. Bei Zahnfleischentzündungen verschafft regelmäßiges Ölziehen Linderung.

Du nimmst dafür einen Teelöffel Pflanzenöl in den Mund. Das Öl „ziehst“ du dann durch die Zahnzwischenräume. Es wird empfohlen das für 20 Minuten zu tun. Wichtig ist, dass ihr es nicht herunterschluckt oder damit gurgelt. Das Öl löst Giftstoffe. Die wollen wir ja nicht in den Körper befördern. Auch bei Amalgamplomben solltet ihr vorsichtshalber den Heilpraktiker oder Zahnarzt fragen, ob durch das Öl Stoffe aus den Plomben gelöst werden könnten.

Nach der Anwendung solltet ihr den Mund gründlich ausspülen. Dann könnt ihr wie gewohnt eure Zähne putzen. Das Ölziehen nimmt etwas Zeit in Anspruch. Für Anja ist es bisher das einzige, was bei ihren ständigen Zahnfleischentzündungen geholfen hat. In Kürze wollen wir euch in einem weiteren Artikel mehr über diese tolle Anwendung aus der Ayurveda berichten.

Weitere Ideen zum „selber machen“ findet ihr hier.

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